Die beiden Magnetnadeln – eine Fabel
Mittwoch, August 3rd, 2011
Zwei Magnetnadeln waren frei neben einander aufgehängt, nahe genug sich wechselweise zu ziehen, und mit ihren Spitzen zusammen zu kommen. Dieses bemerkte ein Knabe und wollte die Spitzen trennen, sie zogen sich aber immer wieder an und schienen sich besonders zu lieben.
Was ist die Ursache, fragte er den Informator, dass diese Spitzen nicht von einander wollen? Dieser erklärte ihm hierauf kurz die ersten Eigenschaften der Magneten und schloß damit, daß diese Spitzen, die sich hier so zu küssen schienen, die ungleichnamigen Pole dieser Magnete wären. Das ist aber doch schade, erwiderte der Knabe, dass diese Dinge, die so sehr zusammen zu gehören scheinen, so entgegengesetzte Namen führen; machen Sie sie doch gleichnamig, das klingt ja freundschaftlicher. Mit einem einzigen Strich machte der Informator eben diese beiden Spitzen gleichnamig, und nun wendeten sie sich den Rücken und stießen einander ab.
Solange Herr v.A. und das Fräulein v.B. ungleichnamig waren, zogen sie sich wechselweise an, jetzt da sie vor dem Altar gleichnamig geworden sind, stoßen sie sich ab.
(Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799)
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© Bernd Wachtmeister/www.pixelio.de















Ein junger Stier, welcher kaum wenige Tage zuvor in den Pflug gespannt worden, begegnete einem alten Stier des Nachbars und sah ganz traurig zur Erden.
Ein Affe sah eine getigerte Katze auf der Straße und rief ihr nach:


Als der Esel mit dem Löwen des Äsopus, der ihn statt seines Jägerhorns brauchte, nach dem Walde ging, begegnete ihm ein andrer Esel von seiner Bekanntschaft und rief ihm zu:
Als des Äsopus Löwe mit dem Esel, der ihm durch seine fürchterliche Stimme die Tiere sollte jagen helfen, nach dem Walde ging, rief ihm eine nasenweise Krähe von dem Baume zu: