Der Bauer und seine Söhne – eine Fabel nach Äsop
Mittwoch, September 1st, 2010
Die Söhne eines Bauern waren untereinander uneins. Da der Vater mit vielen Ermahnungen sie nicht dazu bringen konnte, sich zu ändern, entschloss er sich, ihnen eine greifbare Lehre zu geben.
Er forderte sie auf, ein Bündel Stäbe zu holen. Als das geschehen war, reichte er ihnen zuerst die Stäbe zusammen, mit der Aufforderung, sie zu zerbrechen. Auch mit aller Kraft brachten sie es nicht fertig. Da nahm er das Bündel auseinander und gab ihnen die Stäbe einzeln: sie zerbrachen sie mit Leichtigkeit.
Da sagte der Vater: "So ist es aber auch mit euch, meine Söhne: wenn ihr einig seid, wird euch kein Feind überwältigen; seid ihr aber unter euch zerfallen, ist es ihnen ein leichtes, euch zu bezwingen."
Diese Fabel lehrt, dass die Eintracht in dem Maß an Stärke überlegen ist, wie es leicht ist, die Zwietracht zu überwinden.
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© Günter Havlena/www.pixelio.de















Ein Bauer trieb ein Pferd und einen Esel, beide gleichmäßig beladen, zu Markte. Als sie schon eine gute Strecke vorwärtsgegangen waren, fühlte der Esel seine Kräfte abnehmen.
Der Löwe und der Esel schlossen ein Bündnis und gingen miteinander auf die Jagd. Zufällig kamen sie zu einer Höhle, in welcher wilde Ziegen waren. Der Löwe blieb beim Ausgange derselben stehen und bemächtigte sich der Herauskommenden, während der Esel in die Höhle trat und ein solches Geschrei machte, dass die erschreckten Tiere herausflohen.
Auf einer Wiese weidete ein Esel, der sich den Rücken wund geschunden hatte. Dies sah ein Rabe, flog auf den Esel zu, setzte sich auf dessen Rücken und fing an, mit dem Schnabel in das rohe Fleisch zu picken. Dies schmerzte den Esel sehr und obgleich er sich bemühte, den lästigen Gast loszuwerden, gelang es ihm nicht.
Ein Bauer hatte einen Esel und eine Ziege. Weil nun der Esel sehr viel arbeiten und große Lasten tragen musste, erhielt er ein reichlicheres und besseres Futter als die Ziege.
Als die Menschen das Kamel zum ersten Male sahen, erstaunten sie über die Größe des Tieres und liefen bestürzt davon. Bald merkten sie aber, dass es nicht so furchtbar sei, wie sie es erwartet hatten, sondern dass man es leicht bändigen könne.
Ein vor Jägern fliehender Fuchs fand, nachdem er lange in der Wildnis herumgelaufen war, endlich einen Holzhacker und bat denselben inständig, ihn doch bei sich zu verbergen. Dieser zeigte ihm seine Hütte, worauf der Fuchs hineinging und sich in einem Winkel versteckte.