Deinen Finger möchte ich – eine altchinesische Fabel von Feng Menglong
Mittwoch, Oktober 29th, 2008
Ein armer Mann traf eines Tages einen alten Freund, der inzwischen ein Geist geworden war.
Als dieser von seines Freundes Armut erfuhr, hob er seinen Finger und zeigte auf einen Stein am Weg. Sofort wurde dieser zu Gold. Der Geist schenkte ihn dem armen Freund. Der war aber damit noch nicht zufrieden, und so schenkte ihm der Geist noch einen großen Löwen aus Gold. Immer noch war der Mann unzufrieden.
"Was willst du denn noch mehr?" fragte der Geist.
"Deinen Finger möchte ich", war die Antwort.
Verwendetes Bild ist von: © Gerd Altmann(geralt)/PIXELIO
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Ein hoher Beamter stattete einmal einem Kloster einen Besuch ab. Der Vorsteher des Klosters, dem dies vorher mitgeteilt worden war, hatte sorgfältige Vorbereitungen für den Empfang seines hohen Gastes getroffen. Nachdem er einige Schalen Wein getrunken hatte, rezitierte der Würdenträger ein Gedicht aus der Tang-Zeit: