Der spukende schwarze Kettenhund von Fürstenberg – eine Sage aus Brandenburg
Freitag, März 4th, 2011
Das jetzige Schulhaus zu Fürstenberg war früher Teil einer alten Burg, auf welcher auch die Beherrscher der um die Mitte des 14. Jahrhunderts gegründeten, aber bald wieder eingegangenen Grafschaft Fürstenberg residierten.
Einstmals hausten auf dieser Burg auch drei Brüder, wovon der eine ein so wildes, ausschweifendes und gottloses Leben führte, wie es sich gar nicht ärger denken lässt. Als er zuletzt, wie das so gewöhnlich kommt, seines tollen Treibens überdrüssig wurde und dabei aufs höchste krank, elend und lendenlahm war, nahm er einen Strick und erhängte sich.
Dieser Selbstmord veranlasste die beiden andern Brüder, fort von Fürstenberg zu gehen und sich weit von dort, in einem fernen Lande, einen neuen Wohnsitz zu gründen. Der Erhängte aber fand im Grabe keine Ruhe; an jedem Freitage muss er des Nachts als schwarzer Kettenhund die Runde um die Burg machen.
Viele Augenzeugen berichten, dass ihnen der schwarze Kettenhund in den Freitagsnächten auf der Hauptstraße Fürstenbergs, die an der vormaligen Burg vorüberführt, schon begegnet ist und ihnen dann stumm das Geleite bis zum Strelitzer Tore gegeben hat.
(Albert Niederhöffer, 1828-1881)
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Als die Stadt
Die Murawa kommt des Nachts zu den Leuten. Sie besucht besonders junge Leute und drückt und ängstigt sie so, dass der von ihr Befallene nichts sagen kann, schwer atmet und ein Gefühl hat, als ob jemand auf ihm läge.
Nun haben die Ritter, jeder für sich, nachgesonnen, was dies wohl für ein Punkt sein könnte, und so sind sie denn am andern Morgen hinausgeritten, jeder auf die Kuppe eines Berges, wo er das Fräulein erwarten zu können glaubte. Jeder hat sich für einen andern Punkt entschieden; diese waren der Heineberg bei Baumgartenbrück, der Krähenberg bei Caputh, der Telegrafenberg, der Ravensberg, der Babelsberg, der Klein-Glienicker Berg bei der Sandgrube, der Schäferberg bei Klein-Glienicke, der Pfingstberg, der Berg bei Sannsouci und der Panberg bei Bornim.